<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" ><generator uri="https://jekyllrb.com/" version="3.10.0">Jekyll</generator><link href="https://www.katjaskinderkram.de/feed.xml" rel="self" type="application/atom+xml" /><link href="https://www.katjaskinderkram.de/" rel="alternate" type="text/html" /><updated>2025-03-02T19:52:22+00:00</updated><id>https://www.katjaskinderkram.de/feed.xml</id><title type="html">Katjas Kinderkram - Der Mama-Blog</title><subtitle>Ich bin Katja und hab in vier einhalb Jahren drei Kinder bekommen. &quot;Sportlich!&quot;, höre ich dazu öfter. Joar... Viel Zeit für Sport hab ich nicht mehr. Dafür mache ich eine Menge anderen (Kinder-)Kram. Willkommen im Muddiversum! Von Milchvampiren, der Neuorientierung im Berufsleben, dem Scheitern und Lachen. Viel Spaß beim Lesen!</subtitle><author><name>Katja Narkprasert</name></author><entry><title type="html">{::nomarkdown}Ihr seid doch alle krank! – Einmal Schwangerschaftsleiden mit Grippe bitte {:/}</title><link href="https://www.katjaskinderkram.de/schwangerschaft_grippe_synkope_karpaltunnelsyndrom_bandscheibenvorfall/" rel="alternate" type="text/html" title="{::nomarkdown}Ihr seid doch alle krank! – Einmal Schwangerschaftsleiden mit Grippe bitte {:/}" /><published>2025-02-24T08:00:00+00:00</published><updated>2025-02-24T08:00:00+00:00</updated><id>https://www.katjaskinderkram.de/schwangerschaft_grippe_synkope_karpaltunnelsyndrom_bandscheibenvorfall</id><content type="html" xml:base="https://www.katjaskinderkram.de/schwangerschaft_grippe_synkope_karpaltunnelsyndrom_bandscheibenvorfall/"><![CDATA[<p><strong>Bitte nicht! Nach den Ohnmachtsanfällen kam die Kotzerei Hand in Hand mit dem Sodbrennen zurück und weil das noch nicht reicht, hab ich auch noch die Grippe mitgenommen. Aber wie das immer so ist: Die Muddi muss irgendwie funktionieren. Ich hab nämlich die Familie angesteckt.</strong></p>

<figure>
  <img src="../../../../../images/altkrankundfaltig.png" alt="" />
  <figcaption>Da bin ich in Woche zwei des Krankseins. Ich sehe alt, krank und faltig aus. Kurz darauf hab ich den kleinen Tröster mit in den Abgrund gerissen. Gekocht hat McDonalds. Milchshakes gehören zu den wenigen Dingen, die ich nicht direkt wieder ins Klo verfrachte.</figcaption>
</figure>

<p>Meine Schwangerschaft ist zwar nicht ansteckend aber die Infektionskrankheiten schon. Dieses Mal war es für mich tatsächlich aber besonders schlimm. So schlecht habe ich mich schon lang nicht mehr gefühlt. Ich bin jetzt in Woche drei mit Husten, Schnupfen und Fieber. Letzteres zumindest hielt sich hartnäckig über mehrere Tage. Der Husten war da ausdauernder und wie ich jemals wieder ohne Nasenspray atmen kann, ist mir noch ein Rätsel. Ich versuche das Zeug jetzt auszuschleichen.</p>

<p><b>Kein Nasenspray für Schwangere</b><br />
Wenn es nach der Apothekerin letzte Woche gegangen wäre, hätte ich es gar nicht erst verkauft bekommen. Die hat sich rundheraus geweigert, einer Schwangeren Anfang des dritten Trimesters (ich bin in der 28ten Woche) ein abschwellendes Nasenspray zu verkaufen. Ich habe sie angeguckt wie ein Huhn, wenn es blitzt. Hab am Anfang an einen Scherz gedacht aber sie meinte es todernst. Und das, obwohl ich ohnehin schon mit vom Rückenschmerz verzerrten Gesicht vor ihr kauerte. Also schleppte schlich ich gebückt in die nächste Apotheke, in der man gewillt war, mein Leiden zu lindern.</p>

<p><b>An die Couch gefesselt</b><br />
Dieser Ausflug war über eine Woche lang – abgesehen vom Bringen und Abholen der Kinder – mein einziger Schritt vor die Tür. Ansonsten ging GAR NICHTS. Gott sei Dank hat Jürgen mir so viel abgenommen. An dem Wochenende, an dem wir fünf Kinder daheim hatten, bin ich mitten im Trubel im Wohnzimmer auf dem Teppich eingepennt. Während um mich herum das Chaos tobte. Da weißte aber Bescheid, wie man beieinander sein muss, um das zu bewerkstelligen. Normalerweise checke ich im Krankenstand auch mindestens sporadisch meine Mails, damit ich am ersten Tag zurück in der Arbeit nicht direkt erschlagen werde, aber ich habe es bis heute nicht geschafft.</p>

<p><b>Eine mit Fieber, der andere frisch operiert</b><br />
Immerhin habe ich heute mal den Laptop aufgeklappt. Viel mit Ausruhen ist eh nicht mehr, weil mein Liebster seit einer Woche kaum laufen kann. Der wurde nach einer ambulanten Knie-OP mit einem im Knie festgenähten Schlauch, verbunden mit einer schönen Flasche für Wundflüssigkeit, ebenfalls auf die Couch verbannt und zwei nicht funktionstüchtige Erwachsene gehen halt einfach nicht. Zudem fielen die Kinder dann auch um. Wie die Domino-Steine. Erst Alex mit 40 Grad Fieber von jetzt auf gleich, ein paar Tage später zog meine Mittlere nach.</p>

<p><b>40 Grad Fieber brennt die Krankheit schnell nieder</b><br />
Beiden ging es wirklich schlecht. Bei beiden kam es in der Nacht von null auf hundert, aber immerhin waren sie auch schnell wieder durch mit dem Kranksein. Alexander lag zwei Tage flach, Pauline drei. Aber an der Schule grassiert auch die Grippewelle richtig heftig. In der Parallelklasse waren 13 von 18 Kindern krank. Gleichzeitig. Immerhin verpassen die kranken Mäuse dann nicht so viel im Unterricht aber weiter im Text.</p>

<p><b>Schwangerschaft ist keine Krankheit? Nach Bandscheibenvorfall, Karpaltunnelsyndrom und Synkope muss ich sagen: Doch, irgendwie schon</b><br />
Ich denke, dass ich krankheitstechnisch über den Berg bin. Leider kann ich das über meine Schwangerschafts-Problematiken nicht sagen. Ich übergebe mich täglich. Ohne Rennie würde ich mir mehrmals täglich auf die Füße kotzen. Trotzdem habe ich bis zur 24ten Woche schon zehn Kilo zugelegt. Es ist mir ein Rätsel, wie diese Gewichtszunahme zustande kommt. Die meiste Zeit meiner Schwangerschaft habe ich entweder kaum Appetit oder behalte nichts bei mir. Spannend, was der Körper so veranstaltet. Immerhin konnte ich in den letzten Tagen von der Couch aus nicht mehr in Ohnmacht fallen, weil der Blutdruck plötzlich in den Keller gerauscht ist. Der kam da ohnehin nicht mehr raus. Ich hatte nie einfache Schwangerschaften. Bandscheibenvorfall, eingeklemmte Nerven, Karpaltunnelsyndrom, Synkope… Ich hoffe sehr, dass in den letzten Wochen jetzt nichts mehr on top kommt.</p>

<p><b>Kinder, Karriere und Krisen: 6 sind genug</b><br />
Und dann ist auch wirklich Schluss mit der Familienplanung. Mit 40 das Vierte bildet einen wunderbaren Schlusspunkt. Ich frage mich ohnehin immer öfter, was wir uns eigentlich gedacht haben. Der Jüngste ist jetzt 5. Endlich keine Windeln mehr und viel zurückgewonnene Freiheit. Zudem brauche ich den beruflichen Input und Austausch um nicht irre zu werden, aber das bekomme ich schon alles unter einen Hut. Jetzt erstmal gesund werden, dann alles andere.</p>]]></content><author><name>Katja Narkprasert</name></author><category term="Schwangerschaft" /><category term="Patchwork" /><category term="Partnerschaft" /><summary type="html"><![CDATA[Bitte nicht! Nach den Ohnmachtsanfällen kam die Kotzerei Hand in Hand mit dem Sodbrennen zurück und weil das noch nicht reicht, hab ich auch noch die Grippe mitgenommen. Aber wie das immer so ist: Die Muddi muss irgendwie funktionieren. Ich hab nämlich die Familie angesteckt. Da bin ich in Woche zwei des Krankseins. Ich sehe alt, krank und faltig aus. Kurz darauf hab ich den kleinen Tröster mit in den Abgrund gerissen. Gekocht hat McDonalds. Milchshakes gehören zu den wenigen Dingen, die ich nicht direkt wieder ins Klo verfrachte. Meine Schwangerschaft ist zwar nicht ansteckend aber die Infektionskrankheiten schon. Dieses Mal war es für mich tatsächlich aber besonders schlimm. So schlecht habe ich mich schon lang nicht mehr gefühlt. Ich bin jetzt in Woche drei mit Husten, Schnupfen und Fieber. Letzteres zumindest hielt sich hartnäckig über mehrere Tage. Der Husten war da ausdauernder und wie ich jemals wieder ohne Nasenspray atmen kann, ist mir noch ein Rätsel. Ich versuche das Zeug jetzt auszuschleichen. Kein Nasenspray für Schwangere Wenn es nach der Apothekerin letzte Woche gegangen wäre, hätte ich es gar nicht erst verkauft bekommen. Die hat sich rundheraus geweigert, einer Schwangeren Anfang des dritten Trimesters (ich bin in der 28ten Woche) ein abschwellendes Nasenspray zu verkaufen. Ich habe sie angeguckt wie ein Huhn, wenn es blitzt. Hab am Anfang an einen Scherz gedacht aber sie meinte es todernst. Und das, obwohl ich ohnehin schon mit vom Rückenschmerz verzerrten Gesicht vor ihr kauerte. Also schleppte schlich ich gebückt in die nächste Apotheke, in der man gewillt war, mein Leiden zu lindern. An die Couch gefesselt Dieser Ausflug war über eine Woche lang – abgesehen vom Bringen und Abholen der Kinder – mein einziger Schritt vor die Tür. Ansonsten ging GAR NICHTS. Gott sei Dank hat Jürgen mir so viel abgenommen. An dem Wochenende, an dem wir fünf Kinder daheim hatten, bin ich mitten im Trubel im Wohnzimmer auf dem Teppich eingepennt. Während um mich herum das Chaos tobte. Da weißte aber Bescheid, wie man beieinander sein muss, um das zu bewerkstelligen. Normalerweise checke ich im Krankenstand auch mindestens sporadisch meine Mails, damit ich am ersten Tag zurück in der Arbeit nicht direkt erschlagen werde, aber ich habe es bis heute nicht geschafft. Eine mit Fieber, der andere frisch operiert Immerhin habe ich heute mal den Laptop aufgeklappt. Viel mit Ausruhen ist eh nicht mehr, weil mein Liebster seit einer Woche kaum laufen kann. Der wurde nach einer ambulanten Knie-OP mit einem im Knie festgenähten Schlauch, verbunden mit einer schönen Flasche für Wundflüssigkeit, ebenfalls auf die Couch verbannt und zwei nicht funktionstüchtige Erwachsene gehen halt einfach nicht. Zudem fielen die Kinder dann auch um. Wie die Domino-Steine. Erst Alex mit 40 Grad Fieber von jetzt auf gleich, ein paar Tage später zog meine Mittlere nach. 40 Grad Fieber brennt die Krankheit schnell nieder Beiden ging es wirklich schlecht. Bei beiden kam es in der Nacht von null auf hundert, aber immerhin waren sie auch schnell wieder durch mit dem Kranksein. Alexander lag zwei Tage flach, Pauline drei. Aber an der Schule grassiert auch die Grippewelle richtig heftig. In der Parallelklasse waren 13 von 18 Kindern krank. Gleichzeitig. Immerhin verpassen die kranken Mäuse dann nicht so viel im Unterricht aber weiter im Text. Schwangerschaft ist keine Krankheit? Nach Bandscheibenvorfall, Karpaltunnelsyndrom und Synkope muss ich sagen: Doch, irgendwie schon Ich denke, dass ich krankheitstechnisch über den Berg bin. Leider kann ich das über meine Schwangerschafts-Problematiken nicht sagen. Ich übergebe mich täglich. Ohne Rennie würde ich mir mehrmals täglich auf die Füße kotzen. Trotzdem habe ich bis zur 24ten Woche schon zehn Kilo zugelegt. Es ist mir ein Rätsel, wie diese Gewichtszunahme zustande kommt. Die meiste Zeit meiner Schwangerschaft habe ich entweder kaum Appetit oder behalte nichts bei mir. Spannend, was der Körper so veranstaltet. Immerhin konnte ich in den letzten Tagen von der Couch aus nicht mehr in Ohnmacht fallen, weil der Blutdruck plötzlich in den Keller gerauscht ist. Der kam da ohnehin nicht mehr raus. Ich hatte nie einfache Schwangerschaften. Bandscheibenvorfall, eingeklemmte Nerven, Karpaltunnelsyndrom, Synkope… Ich hoffe sehr, dass in den letzten Wochen jetzt nichts mehr on top kommt. Kinder, Karriere und Krisen: 6 sind genug Und dann ist auch wirklich Schluss mit der Familienplanung. Mit 40 das Vierte bildet einen wunderbaren Schlusspunkt. Ich frage mich ohnehin immer öfter, was wir uns eigentlich gedacht haben. Der Jüngste ist jetzt 5. Endlich keine Windeln mehr und viel zurückgewonnene Freiheit. Zudem brauche ich den beruflichen Input und Austausch um nicht irre zu werden, aber das bekomme ich schon alles unter einen Hut. Jetzt erstmal gesund werden, dann alles andere.]]></summary></entry><entry><title type="html">{::nomarkdown}Patchwork ist nicht immer Patchfun: 40, schwanger vom Neuen &amp;amp; ein Umzug {:/}</title><link href="https://www.katjaskinderkram.de/patchwork_patchfun_schwangerschaft_patchworkbaby/" rel="alternate" type="text/html" title="{::nomarkdown}Patchwork ist nicht immer Patchfun: 40, schwanger vom Neuen &amp;amp; ein Umzug {:/}" /><published>2025-01-30T08:00:00+00:00</published><updated>2025-01-30T08:00:00+00:00</updated><id>https://www.katjaskinderkram.de/patchwork_patchfun_schwangerschaft_patchworkbaby</id><content type="html" xml:base="https://www.katjaskinderkram.de/patchwork_patchfun_schwangerschaft_patchworkbaby/"><![CDATA[<p><strong>Long Time no see und so und ich komme mit großen, kleinen Neuigkeiten zurück. Wir sind umgezogen, zusammengezogen, ich bin im siebten Monat schwanger und überhaupt ist seit dem letzten Eintrag eine Menge passiert. Hier ein kleiner Überblick.</strong></p>

<figure>
  <img src="../../../../../images/eiskugel.png" alt="" />
  <figcaption>Baby it's cold! Aber ich versuche trotzdem in Bewegung zu bleiben. Weils mir sonst noch mieser geht so kreislauftechnisch. Obs an der Schwangerschaft mit 40 liegt?</figcaption>
</figure>

<p>Keine der Personen, die uns ein bisschen kennt, war überrascht, als wir die Schwangerschaft bekannt gegeben haben. Die Reaktionen jedoch… die waren durchaus vielfältig, um es mal freundlich zu formulieren. Hier eine kleine aber unvollständige Sammlung der beschissensten Reaktion auf eine Schwangerschaft, die entweder so dämlich kommentiert wird, weil ich schon 40 und damit offiziell alt bin wie es scheint ODER weil Menschen denken, dass wir nicht mehr alle Latten im Zaun haben, weil wir uns „das nochmal antun“.</p>

<p><b>Mit 40 ein Baby: von „DEM NEUEN“ Partner, obwohl man „eh schon so viele Kinder hat“ und zudem „nochmal ganz von vorne anfangen“ muss</b><br />
Die Zwischenüberschrift verrät es schon. Während es bei Kind noch überschwängliche Glückwünsche hagelte, waren die Gratulanten bei Baby Nummer zwei schon etwas weniger. Ab dem dritten Kind stieß ich zunehmend auf Verwunderung bis Unverständnis. Das ist merkwürdig, weil ich selbst drei Kinder als überhaupt nicht viel erachte und es durchaus viele Familien gibt, die sich für dreifachen Nachwuchs entscheiden. In meinem Fall gab es höchstens noch wohlwollende Kenntnisse ob der Tatsache, dass es sich dieses Mal „endlich“ um einen Jungen handelte.</p>

<p><b>Willkommen Nummer 4 bis 6</b><br />
Der Mann in meinem Leben hat schnell Nägel mit Köpfen gemacht. Er ließ Heimat, Freunde, Familie und Job zurück, um mehr Zeit mit mir zu haben. Seit November wohnen wir zusammen unter einem Dach. Wir hatten unheimliches Glück und konnten ein Haus ergattern, dass groß genug für uns alle ist. Zur Miete. Jedes Kind hat sein eigenes Kinderzimmer und weil er Schreiner ist und dazu ein besonders guter, lebe ich so schön wie noch niemals zuvor in meinem Leben. Deshalb habe ich Angst, dass es auch genauso schnell wieder vorbei sein könnte. Weils manchmal wirklich zu schön ist, um wahr zu sein.</p>

<p><b>Finanzprobleme, Elternzeit und Karriereplanung</b><br />
Damit hier kein falscher Eindruck entsteht: All das ist harte Arbeit. Wir arbeiten viel, um uns das ermöglichen zu können. Und wir machen überall Abstriche aber dazu vielleicht ein anderes Mal mehr. Zwei sorgeberechtigte Expartner, die Bedürfnisse der Kinder und irgendwann auch wir: All das für alle zufriedenstellend unter einen Hut zu bekommen, ist nicht einfach, gelingt uns meistens aber gut. Und eben weil es so gut läuft mit uns, waren wir mutig genug, um zu sagen: „Eins geht noch!“ Kann ja keiner ahnen, dass es so schnell klappt. Wir sind ja nun auch nicht mehr die Jüngsten. Im Kopf zwar schon aber die Fertititätsstatistik spricht eine eigene Sprache. Wie dem auch sei: Jetzt bin ich in der 25ten Woche und wir freuen uns riesig auf das kleine Nachzuglerchen. Wie lange wir uns Elternzeit leisten können und wie wir die Zeit, die uns geschenkt wurde, auch sorgenfrei genießen können, tüfteln wir aktuell noch aus.</p>

<p><b>Umzug in der Frühschwangerschaft: Super Timing. Nicht.</b><br />
Als wir umzogen, war ich gerade einmal in der elften Woche und bis dato wusste niemand von der Schwangerschaft. Dabei ging es mir dieses Mal so schlecht wie nie zuvor in der Frühschwangerschaft. Tägliches Übergeben und bleierne Müdigkeit sind so richtig kontraproduktiv wenn man eigentlich Kisten packen muss / will, sich um die Kinder kümmern muss und nebenbei ja auch noch einen Job zu wuppen hat. Ich war phasenweise richtig verzweifelt, ausgelaugt, am Ende. Wir sind an zwei Tagen umgezogen. Mein Liebster kam mit Sack und Pack an einem Freitag aus dem Schwarzwald, ich rückte mit Kind und Kegel einen Tag später nach. Am Sonntag dann Großreinemachen der alten Wohnungen wegen der anstehenden Übergaben und in all der Zeit lag ich ziemlich oft auf den kühlen Fliesen des Badezimmerbodens, nur um wenig später die nächste Kiste aus dem Transporter zu holen. Keine Ahnung, wie wir das überlebt haben. Adrenalin und Endorphin haben sicherlich eine tragende Rolle gespielt aber nachdem der größte Stress von uns abfiel, sind auch wir ganz schön zusammengefallen. Gut, dass wir keine Zeit für Selbstmitleid haben, weil schon die nächsten Challenges ums Eck stehen.</p>

<p><b>Alter oder Zufall? Kreislaufprobleme in der Schwangerschaft mit 40 Jahren</b><br />
In jeder meiner Schwangerschaften gab es irgendein markantes gesundheitliches Problem. Symphyse, Ischias, Karpaltunnelsyndrom hatte ich schon. Neu dieses Mal: Kreislauf! Mein Puls geht ohne ersichtlichen Grund im Sitzen am Schreibtisch von 50 auf 166 während der Blutdruck in den Keller rauscht. Das fühlt sich ein bisschen an, wie ich mir Sterben vorstelle. Der Kardiologe konnte keine Ursache finden. Nach der Geburt sei das sicher wieder weg. Na dann. Bin ich ja beruhigt.
<br />
Und ich mache für dieses Mal auch Feierabend, weil ich merke, dass ich viel zu viele Informationen zusammenwürfle. Ich werde künftig chronologisch besser aufarbeiten. Versprochen!</p>]]></content><author><name>Katja Narkprasert</name></author><category term="Trennung" /><category term="Schwangerschaft" /><category term="Partnerschaft" /><category term="Patchwork" /><summary type="html"><![CDATA[Long Time no see und so und ich komme mit großen, kleinen Neuigkeiten zurück. Wir sind umgezogen, zusammengezogen, ich bin im siebten Monat schwanger und überhaupt ist seit dem letzten Eintrag eine Menge passiert. Hier ein kleiner Überblick. Baby it's cold! Aber ich versuche trotzdem in Bewegung zu bleiben. Weils mir sonst noch mieser geht so kreislauftechnisch. Obs an der Schwangerschaft mit 40 liegt? Keine der Personen, die uns ein bisschen kennt, war überrascht, als wir die Schwangerschaft bekannt gegeben haben. Die Reaktionen jedoch… die waren durchaus vielfältig, um es mal freundlich zu formulieren. Hier eine kleine aber unvollständige Sammlung der beschissensten Reaktion auf eine Schwangerschaft, die entweder so dämlich kommentiert wird, weil ich schon 40 und damit offiziell alt bin wie es scheint ODER weil Menschen denken, dass wir nicht mehr alle Latten im Zaun haben, weil wir uns „das nochmal antun“. Mit 40 ein Baby: von „DEM NEUEN“ Partner, obwohl man „eh schon so viele Kinder hat“ und zudem „nochmal ganz von vorne anfangen“ muss Die Zwischenüberschrift verrät es schon. Während es bei Kind noch überschwängliche Glückwünsche hagelte, waren die Gratulanten bei Baby Nummer zwei schon etwas weniger. Ab dem dritten Kind stieß ich zunehmend auf Verwunderung bis Unverständnis. Das ist merkwürdig, weil ich selbst drei Kinder als überhaupt nicht viel erachte und es durchaus viele Familien gibt, die sich für dreifachen Nachwuchs entscheiden. In meinem Fall gab es höchstens noch wohlwollende Kenntnisse ob der Tatsache, dass es sich dieses Mal „endlich“ um einen Jungen handelte. Willkommen Nummer 4 bis 6 Der Mann in meinem Leben hat schnell Nägel mit Köpfen gemacht. Er ließ Heimat, Freunde, Familie und Job zurück, um mehr Zeit mit mir zu haben. Seit November wohnen wir zusammen unter einem Dach. Wir hatten unheimliches Glück und konnten ein Haus ergattern, dass groß genug für uns alle ist. Zur Miete. Jedes Kind hat sein eigenes Kinderzimmer und weil er Schreiner ist und dazu ein besonders guter, lebe ich so schön wie noch niemals zuvor in meinem Leben. Deshalb habe ich Angst, dass es auch genauso schnell wieder vorbei sein könnte. Weils manchmal wirklich zu schön ist, um wahr zu sein. Finanzprobleme, Elternzeit und Karriereplanung Damit hier kein falscher Eindruck entsteht: All das ist harte Arbeit. Wir arbeiten viel, um uns das ermöglichen zu können. Und wir machen überall Abstriche aber dazu vielleicht ein anderes Mal mehr. Zwei sorgeberechtigte Expartner, die Bedürfnisse der Kinder und irgendwann auch wir: All das für alle zufriedenstellend unter einen Hut zu bekommen, ist nicht einfach, gelingt uns meistens aber gut. Und eben weil es so gut läuft mit uns, waren wir mutig genug, um zu sagen: „Eins geht noch!“ Kann ja keiner ahnen, dass es so schnell klappt. Wir sind ja nun auch nicht mehr die Jüngsten. Im Kopf zwar schon aber die Fertititätsstatistik spricht eine eigene Sprache. Wie dem auch sei: Jetzt bin ich in der 25ten Woche und wir freuen uns riesig auf das kleine Nachzuglerchen. Wie lange wir uns Elternzeit leisten können und wie wir die Zeit, die uns geschenkt wurde, auch sorgenfrei genießen können, tüfteln wir aktuell noch aus. Umzug in der Frühschwangerschaft: Super Timing. Nicht. Als wir umzogen, war ich gerade einmal in der elften Woche und bis dato wusste niemand von der Schwangerschaft. Dabei ging es mir dieses Mal so schlecht wie nie zuvor in der Frühschwangerschaft. Tägliches Übergeben und bleierne Müdigkeit sind so richtig kontraproduktiv wenn man eigentlich Kisten packen muss / will, sich um die Kinder kümmern muss und nebenbei ja auch noch einen Job zu wuppen hat. Ich war phasenweise richtig verzweifelt, ausgelaugt, am Ende. Wir sind an zwei Tagen umgezogen. Mein Liebster kam mit Sack und Pack an einem Freitag aus dem Schwarzwald, ich rückte mit Kind und Kegel einen Tag später nach. Am Sonntag dann Großreinemachen der alten Wohnungen wegen der anstehenden Übergaben und in all der Zeit lag ich ziemlich oft auf den kühlen Fliesen des Badezimmerbodens, nur um wenig später die nächste Kiste aus dem Transporter zu holen. Keine Ahnung, wie wir das überlebt haben. Adrenalin und Endorphin haben sicherlich eine tragende Rolle gespielt aber nachdem der größte Stress von uns abfiel, sind auch wir ganz schön zusammengefallen. Gut, dass wir keine Zeit für Selbstmitleid haben, weil schon die nächsten Challenges ums Eck stehen. Alter oder Zufall? Kreislaufprobleme in der Schwangerschaft mit 40 Jahren In jeder meiner Schwangerschaften gab es irgendein markantes gesundheitliches Problem. Symphyse, Ischias, Karpaltunnelsyndrom hatte ich schon. Neu dieses Mal: Kreislauf! Mein Puls geht ohne ersichtlichen Grund im Sitzen am Schreibtisch von 50 auf 166 während der Blutdruck in den Keller rauscht. Das fühlt sich ein bisschen an, wie ich mir Sterben vorstelle. Der Kardiologe konnte keine Ursache finden. Nach der Geburt sei das sicher wieder weg. Na dann. Bin ich ja beruhigt. Und ich mache für dieses Mal auch Feierabend, weil ich merke, dass ich viel zu viele Informationen zusammenwürfle. Ich werde künftig chronologisch besser aufarbeiten. Versprochen!]]></summary></entry><entry><title type="html">{::nomarkdown}Tinder-Kinder: Vom Liebesglück Alleinerziehender in Dating-Apps {:/}</title><link href="https://www.katjaskinderkram.de/partnersuche_ue40_singlemom_datingapps/" rel="alternate" type="text/html" title="{::nomarkdown}Tinder-Kinder: Vom Liebesglück Alleinerziehender in Dating-Apps {:/}" /><published>2024-06-25T08:00:00+00:00</published><updated>2024-06-25T08:00:00+00:00</updated><id>https://www.katjaskinderkram.de/partnersuche_ue40_singlemom_datingapps</id><content type="html" xml:base="https://www.katjaskinderkram.de/partnersuche_ue40_singlemom_datingapps/"><![CDATA[<p><strong>Und da meldet sie sich nach Monaten zurück aus der Versenkung. Aber dafür mit vielen Neuigkeiten. Vom neuen Liebesglück mit mindestens sieben neuen Herausforderungen, Arbeits-Overload, Scheidungsvorfreude und dem ersten Urlaub ohne Kinder.</strong></p>

<figure>
  <img src="../../../../../images/handstand.png" alt="" />
  <figcaption>Manchmal steht das Leben Kopf, manchmal dreht man sich im Kreis und manchmal passiert auch einfach richtig viel Gutes.</figcaption>
</figure>

<p>Es ist verdammt viel passiert in den letzten Wochen. Und Monaten. Und Jahren aber besonders in den letzten Wochen. So viel, dass ich abends quasi im Stehen eingeschlafen bin. Dabei habe ich seit einem halben Jahr unerwartet viel Hilfe. Vielleicht sogar mehr als ich mir jemals hätte vorstellen können. Und das kam so:</p>

<p><b>Marktcheck: Wie attraktiv bin ich eigentlich mit drei Kindern?</b><br />
Ende Oktober habe ich mich nach einigem Hin- und Her-Überlegen bei Tinder angemeldet. Einfach, um mir diese berüchtigte App mal anzugucken und auch einfach, um meinen Marktwert zu checken. Fast 40, drei kleine Kinder und noch nicht geschieden. Wie attraktiv bin ich wohl noch für die Jungs da draußen? Kleiner Spoiler: Mit Tinder habe ich das nicht herausgefunden.</p>

<p><b>Ficken vs. Verantwortung</b><br />
Zwei Wochen lang wurde ich mit Nachrichten bombardiert. Am Anfang habe ich noch versucht, halbwegs freundlich zu antworten, vor allem, weil ich mich in den ersten drei Tagen noch doll über so viel positives Feedback gefreut habe. Doch ich merkte schnell: Da komme ich nicht hinterher. Und auch WAS die da geschrieben haben! Unter all den Zuschriften und Likes waren mir die Fick-Angebote fast noch am liebsten. Die konnte man schnell mit einem freundlichen “Nein, danke“ abhaken aber was mir da sonst noch an menschlichen Abgründen ins Postfach gespült wurde… frage nicht nach Sonnenschein! Deshalb war ich auch relativ zackig genervt und habe für mich beschlossen: Das ist nicht mein Medium. Nicht meine Art des Datings.</p>

<p><b>Wollen wir Freunde sein?</b><br />
Als ich schon beschlossen hatte, die App wieder vom Handy zu schmeißen, wurde mir ein Typ rein gespült, der mich irgendwie gecatcht hat, mit dem, was da über ihn zu lesen war. Und auch die Bilder waren sympathisch. Echt. Keine beschissenen Fahrstuhl-Selfies, auf Bergen oder halbnackt vorm Badezimmer-Spiegel. Eigentlich gar nicht mal so sehr mein Typ aber lustig, schlau und ein ausgesprochener Kindermensch dazu. Und am Ende ist der mein Typ, der mein Humorzentrum trifft und mit dem ich intellektuell connecten kann. Voll schade, dass er 120km weit weg wohnt. Aber so ein bisschen Schreiberei ist ja unverbindlich. Die stundenlangen Telefonate auch. Weil er nicht unbedingt meinem Beuteschema entspricht, war ich auch recht entspannt, was Treffen anbelangte, und das Kennenlernen der Kinder. Ist ja alles easy, so rein freundschaftlich…</p>

<p><b>Fünf Kinder, ein Bus und ein neues Leben</b><br />
Long Story short: Ich weiß gar nicht, wer sich zuerst verliebt hat. Die Kinder in ihn oder ich in seine Kinder oder er sich in mich aber irgendwie… haben wir uns inzwischen einen Bus gekauft, er hat den Arbeitsvertrag für einen neuen Job in meiner Gegend unterschrieben und wir suchen nach einer neuen Bleibe für uns. All das nimmt verdammt viel Zeit in Anspruch. Einen nicht unwesentlichen Teil dieser Zeit verbringen wir im Auto. Denn trotz der 120 Kilometer sehen wir uns beinahe täglich. Dass wir das trotz Jobs, Kindern und allerlei weiterer Verpflichtungen hinbekommen und dass alles so wunderbar läuft, ist zum einen ein riesengroßes Glück. Zum anderen aber auch verdammt harte Arbeit. Es erfordert verdammt gutes Zeitmanagement, Einfühlungsvermögen, Kompromissbereitschaft und ganz viel Wollen. Aber wir wollen definitiv. Und vor uns liegen so viele wunderbare Abenteuer aber auch wirklich anstrengende Herausforderungen.</p>

<p><b>Scheiden ohne Scheitern? - Es bleibt spannend</b><br />
Nächsten Monat stehen die Scheidungen an. Die sind jetzt schon haarig. Doch dazu vielleicht beim nächsten Mal mehr. Je nachdem, wie ich dazu komme. Mein Terminkalender ist derzeit recht voll. Aber ihr versteht das sicher.</p>]]></content><author><name>Katja Narkprasert</name></author><category term="Trennung" /><category term="Alleinerziehend" /><category term="Partnerschaft" /><summary type="html"><![CDATA[Und da meldet sie sich nach Monaten zurück aus der Versenkung. Aber dafür mit vielen Neuigkeiten. Vom neuen Liebesglück mit mindestens sieben neuen Herausforderungen, Arbeits-Overload, Scheidungsvorfreude und dem ersten Urlaub ohne Kinder.]]></summary></entry><entry><title type="html">{::nomarkdown}Osterhase, Pfeffernase: Was tun gegen akutes Kinder-Vermissen? {:/}</title><link href="https://www.katjaskinderkram.de/osterferien-ferienteilung-kinder-vermissen/" rel="alternate" type="text/html" title="{::nomarkdown}Osterhase, Pfeffernase: Was tun gegen akutes Kinder-Vermissen? {:/}" /><published>2024-03-26T08:00:00+00:00</published><updated>2024-03-26T08:00:00+00:00</updated><id>https://www.katjaskinderkram.de/osterferien-ferienteilung-kinder-vermissen</id><content type="html" xml:base="https://www.katjaskinderkram.de/osterferien-ferienteilung-kinder-vermissen/"><![CDATA[<p><strong>Es sind Osterferien. Wir leben seit einem halben Jahr getrennt und es ist zum ersten Mal so, dass wir die Kinderbetreuung in den Ferien 50/50 teilen. Und ich? Ich halte das nicht aus. Akute Vermissung auf meiner Seite. Doch was soll (und darf) ich dagegen machen?</strong></p>

<figure>
  <img src="../../../../../images/rueblikind.png" alt="" />
  <figcaption>Ostern und Gebrurtstage führen bei uns zu jeder Menge Back-Gelegenheiten. Alex liebt Rüblimuffins. Wir sind ein spitzen Team. Ich backe, er isst.</figcaption>
</figure>

<p>Seit sie auf der Welt sind, bin ich hauptverantwortlich für die Kinder zuständig. Das heißt, seit fast neun Jahren war ich noch nie einen längeren Zeitraum ohne meine drei Rüben. Eine Situation, die manchmal wirklich schon erdrückend sein konnte. Wenn man wirklich so gar keine freie Zeit hat, niemals mit sich allein sein kann und keinen Partner hat, der eben auch mal oder gar regelmäßig übernimmt. Das ist seit der Trennung anders.</p>

<p><b>Wer bin ich denn ohne die Kinder?</b><br />
Tatsächlich hatte ich in den letzten zehn Jahren – so lang waren wir zusammen – nicht mehr so viel Zeit für mich, wie das jetzt der Fall ist. Simon hat die Kids von Samstagabend auf Sonntag und neuerdings jetzt auch mal von Donnerstagnachmittag auf Freitag früh. Das ist immer noch ungewohnt. Mit den freien Sonntagen wusste ich zunächst überhaupt nichts anzufangen. Ich fühlte mich verloren. Nutzlos. Einsam. Doch so langsam konnte ich die plötzliche freie Zeit auch genießen. Ich hab angefangen, mich mit Freunden zu verabreden, war wandern, schwimmen, radeln, einfach draußen unterwegs und ging Samstag Abends auch mal mit einer Freundin essen. Oder sogar tanzen. Und das hatte ich wirklich fast ein Jahrzehnt nicht mehr gemacht! Ehrlich gesagt, genieße ich diese Veränderung sehr. Als wir noch in einer Beziehung waren, gab es für mich gar keine Freizeit. Aber jetzt… jetzt stehe ich vor einer ganz neuen Herausforderung – geteilte Ferien!</p>

<p><b>Zum ersten Mal geteilte Ferien</b><br />
Simon hat die Kinder in der ersten Ferienwoche, ich habe in der zweiten Ferienwoche Urlaub genommen und schon jede Menge Pläne, was wir alles Tolles unternehmen können. Aber die Tage jetzt ohne die Kinder sind hart für mich. Ich vermisse sie schrecklich. Könnt heulen, wenn ich daran denke, dass ich sie erst Ostersonntag sehen könnte. Sonntagmittag habe ich sie meinem Noch-Ehemann vorbeigebracht. Das heißt, ich habe sie vorgestern das letzte Mal gesehen. Die längste Zeit, die ich jemals ohne Kinder war, umfasste drei Nächte. Das jetzt sollen sieben sein. Mehr als doppelt zu viel.</p>

<p><b>Was wollen eigentlich die Kinder? - Die Mama!</b><br />
Im Vorfeld hatte vor allem meine Große sehr mit der Information zu kämpfen. Kopfschmerzen, Bauchweh, Tränen, die Versicherung, bei mir bleiben zu wollen. Und auch die beiden Jüngeren klammerten in den letzten Tagen extrem. Ich denke, dass es Ihnen gut geht soweit bei ihrem Vater aber ich vermisse und ich weiß, dass ich vermisst werde.</p>

<p><b>Eine Insel! - Mittwoch ist Knuddeltag</b><br />
Zum Glück hat Simon vorgeschlagen, dass ich morgen Abend vorbeikommen kann. Und das mache ich auch auf jeden Fall. Ich freue mich wahnsinnig auf meine Rasselbande. Vielleicht halte ich es dann aus bis Sonntag früh. Aber ich finde, dass es sich wie Folter anfühlt. Weiß jemand, ob man sich irgendwann daran gewöhnt?</p>

<p><b>Therapie gegen das Vermissen: Muffins und Malochen</b><br />
Ich werde mich in den nächsten Tagen mit den Oster- und Geburtstagsvorbereitungen beschäftigen. Mein Paulinchen wird am Ostermontag nämlich 7 und ich muss noch einen ultra krass tollen Kuchen mit Hasen drauf (so die sehr konkrete Anweisung) backen, Geschenke organisieren, einpacken, Party planen, Ostergeschenke auch noch einpacken und zudem arbeite ich aus Gründen der Ablenkung gerade extra viel. Um 7 Uhr fange ich an und gegen 17 Uhr mach ich Feierabend. Dann hat mein Herz nicht zu viel Zeit zum Traurigsein. Und dann back ich gleich nochmal ne Runde. Therapeutisches Backen quasi. Irgendjemand einen Rüblimuffin? Ich muss grade echt viel Backen…</p>]]></content><author><name>Katja Narkprasert</name></author><category term="Trennung" /><category term="Alleinerziehend" /><category term="Kind &amp; Karriere" /><summary type="html"><![CDATA[Es sind Osterferien. Wir leben seit einem halben Jahr getrennt und es ist zum ersten Mal so, dass wir die Kinderbetreuung in den Ferien 50/50 teilen. Und ich? Ich halte das nicht aus. Akute Vermissung auf meiner Seite. Doch was soll (und darf) ich dagegen machen?]]></summary></entry><entry><title type="html">{::nomarkdown}Schutt &amp;amp; Scheidung: Was würden Drachen machen? {:/}</title><link href="https://www.katjaskinderkram.de/schutt-und-scheidung/" rel="alternate" type="text/html" title="{::nomarkdown}Schutt &amp;amp; Scheidung: Was würden Drachen machen? {:/}" /><published>2024-03-13T08:00:00+00:00</published><updated>2024-03-13T08:00:00+00:00</updated><id>https://www.katjaskinderkram.de/schutt-und-scheidung</id><content type="html" xml:base="https://www.katjaskinderkram.de/schutt-und-scheidung/"><![CDATA[<p><strong>Das chinesische Jahr des Drachen ist angebrochen. Das soll mir zu wirtschaftlichem Aufschwung verhelfen sowie Resilienz und unermüdliche Energie verleihen. Joar. Ich will das jetzt einfach mal glauben, weil ich das alles in Sachen Rosenkrieg, Kindererziehung und meinen ambitionierten Vorhaben in Sachen Job echt gut brauche kann.</strong></p>

<figure>
  <img src="../../../../../images/bergglueck.png" alt="" />
  <figcaption>Der Winter geht und im Frühling kommt mit dem neuen Leben auch neue Leichtigkeit. Und es DARF jetzt auch mal leichter werden.</figcaption>
</figure>

<p>Es geht vorwärts in Sachen Einigung mit meinem Noch-Mann. Zumindest gefühlt. Ich verzichte auf so ziemlich alles. Das Haus, einen Trennungsunterhalt und um Möbel streite ich ohnehin nicht. Im Gegensatz zu anderen Menschen. Die wollen sogar eine alte Mikrowelle zurückhaben, die ich ohnehin nur benutze, um Wärmetiere für die Kinder heiß zu machen. Die lege ich ihnen vorm Schlafengehen unter die Bettdecken. Sie lieben das. Aber gut. Besorge ich mir eben eine „neue“ über ein gängiges Kleinanzeigenportal. Ich will und kann nicht mehr streiten. Ich bin müde.</p>

<p><b>Klappe halten Mama!</b><br />
Und hatte diese Woche eine Kehlkopfentzündung, die wirklich suboptimal ist, wenn man einen Job hat, in dem man relativ viel quatschen muss. Dazu leichtes Fieber, Husten direkt aus der Hölle überhaupt scheine ich dieses Frühjahr mitzunehmen, was nur geht. Genau wie die Kinder. Die wurden in den letzten drei Monat gefühlt auch gar nicht mehr richtig gesund. Was ist da nur los? Normalerweise zeigen unsere Abwehrkräfte irgendwelchen Drecks-Erregern nur den Stinkefinger. Aber die letzten Wochen waren auch wirklich eine Herausforderung.</p>

<p><b>Spaßiger Stress oder stressiger Spaß als Working-Mom?</b><br />
Im Job habe ich gerade richtig viel Spaß. Und auch richtig viel Stress. Kompensation für ausgefallene Kolleg:innen, richtig geile aber arbeitsintensive Projekte und dann schwebt da ja auch immer noch der Gedanke im Hinterkopf, ein Studium aufzunehmen. Aber das kann ich momentan knicken. Ich schlafe so schon nur um die 6 Stunden wenn es gut läuft. Die einzige Möglichkeit, noch Zeit für ein Studium zu erübrigen, wäre es, am Schlaf zu knapsen. Und das pack ich nicht nach all den Jahren des Schlafmangels. Vollzeitarbeit mit zwei schlecht schlafenden Kleinkindern und drei Babys in viereinhalb Jahren haben einfach Spuren hinterlassen. Manchmal frage ich mich, wie es mir heute ginge, wenn es damals einen Partner an meiner Seite gegeben hätte, der auch Nächte übernommen hätte. Vielleicht nicht mal 50 Prozent aber immer dann, wenn ich wirklich am Ende war? Aber diese Gedankengänge führen zu nix. Hätte, hätte Fahrradkette.</p>

<p><b>Partnerschaft auf Augenhöhe</b><br />
Im Juli kann ich frühestens die Scheidung einreichen. Wenn wir uns in den wesentlichen Punkten einig sind, gehen wir im September als geschiedene Leute aus dem Gerichtstermin. Ich freu mich da richtig drauf. Ganz ohne Bitterkeit. Denn nichts im Leben passiert ohne Grund. Mit all den Erfahrungen kann ich möglicherweise zum ersten Mal im Leben eine Liebe erleben, für die man sich nicht verbiegt. Nicht die ganze Zeit alles geben muss, sich anstrengen muss. Vielleicht darf es das nächste Mal auch einfach leicht sein. Das wünsche ich mir sehr. Auch für meine Kinder. Damit sie sehen, erleben und erfahren, wie das geht, mit der Wertschätzung, dem gegenseitigen Unterstützen, der Anerkennung, den Streitigkeiten, Versöhnungen und all der Liebe, die dieses Leben noch für uns bereithält.</p>

<p>Seid lieb zueinander &lt;3</p>]]></content><author><name>Katja Narkprasert</name></author><category term="Gesundheit" /><category term="Trennung" /><category term="Alleinerziehend" /><category term="Kind &amp; Karriere" /><category term="Finanzen" /><summary type="html"><![CDATA[Das chinesische Jahr des Drachen ist angebrochen. Das soll mir zu wirtschaftlichem Aufschwung verhelfen sowie Resilienz und unermüdliche Energie verleihen. Joar. Ich will das jetzt einfach mal glauben, weil ich das alles in Sachen Rosenkrieg, Kindererziehung und meinen ambitionierten Vorhaben in Sachen Job echt gut brauche kann.]]></summary></entry><entry><title type="html">{::nomarkdown}Kinder, Karneval, Kotze: Ein Hoch auf die Faschingsferien! {:/}</title><link href="https://www.katjaskinderkram.de/karneval-kinder-kotze/" rel="alternate" type="text/html" title="{::nomarkdown}Kinder, Karneval, Kotze: Ein Hoch auf die Faschingsferien! {:/}" /><published>2024-02-20T08:00:00+00:00</published><updated>2024-02-20T08:00:00+00:00</updated><id>https://www.katjaskinderkram.de/karneval-kinder-kotze</id><content type="html" xml:base="https://www.katjaskinderkram.de/karneval-kinder-kotze/"><![CDATA[<p><strong>Ich melde mich spät. Das lag daran, dass wir hier reihum die Kloschüssel umarmt haben. Zum Glück war Muddi wieder die Letzte, die umgefallen ist. Bis dahin galt es, trotz Ferien ziemlich viel zu arbeiten, in buchstäblich jede Menge Rollen zu schlüpfen und verdammt viel Wäsche zu waschen.</strong></p>

<figure>
  <img src="../../../../../images/fasnetzeit.png" alt="" />
  <figcaption>Von brennenden Hexen bis Ananas. Langweilig wird's aber auch echt nie bei uns.</figcaption>
</figure>

<p>Letzte Woche waren Fasnets-Ferien. Für diejenigen, die noch nix von der schwäbisch-alemannischen Fasnacht gehört haben: Die ist der Wahnsinn. Kölner Karneval kennt jeder aber bei uns hier im Oberland geht’s mindestens genauso ab. Und ich muss zugeben: Wir lieben es, die Kinder und ich. Im Vorfeld waren wir extra noch neue Kostüme besorgen, obwohl wir noch zwei Umzugskisten voll davon haben aber hier gibt’s einen Second-Hand-Schuppen mit schier endlos langen Gängen voller Verkleidungen. Da drin haben wir Stunden verbracht. Und sind erfolgreich wieder von dannen gezogen.</p>

<p><b>Holla, die Waldfee, Elfe, Polizist, Hexe oder Piratenbraut</b><br />
Von Donnerstag vorletzte Woche bis einschließlich Dienstag letzte Woche haben wir quasi nonstop Party gemacht. Umzug, Kinderball mit Auftritt der Kids und als Grande Finale die Hexenverbrennung auf dem Marktplatz. Das war schön, aber auch echt anstrengend. Die Kinder immer wieder zurecht machen, mich selbst auch, vom Büro aus ins Elfenkostüm gehüpft und wieder zurück. Urlaub hatte ich in den anderthalb Wochen Ferien nur 3 Tage. Das war nur möglich, weil meine Mutter da war, um zu unterstützen. Nun ist meine Mutter nicht nur Unterstützung. Es ist auch echt anstrengend, wenn sie da ist. Angefangen bei unterschiedlichen Auffassungen zum Thema Erziehung bis hin zur Tatsache, dass ich anderthalb Wochen auf der Couch schlafen musste, weil sie selbstverständlich mein Schlafzimmer bekommt, wenn sie da ist.</p>

<p><b>Domino-Kotzen: Wer hat angefangen?</b><br />
Magen-Darm ist ja mein persönlicher Endgegner. Widerlich, schmerzhaft, stinkt. Meine Mom hat den Anfang gemacht am Rosenmontag. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch hat mir Johanna dann so richtig das Bett voll gekotzt und wenige Stunden später folgte Pauline mit fürchterlichem Durchfall. Danach kam Fieber bis 41 Grad bei den Mädels und insgesamt bin ich aus dem Waschen nicht mehr herausgekommen. Es ist so krass anstrengend, nachts mehrmals raus zu müssen, um Böden zu wischen, Betten abzuziehen und zitternde Kinder abzuduschen. Alex und ich waren wie durch Zauberhand verschont worden. So schien es…</p>

<p><b>Last Woman standing: Und wer hilft eigentlich der Muddi?</b><br />
Gestern Morgen bin ich schon mit einem blöden Gefühl aufgestanden. Der Magen zwackte und überhaupt war mir irgendwie blümerant. Also hab ich so lange Vollgas gegeben, bis nichts mehr ging. Nach der Redaktionskonferenz übergab ich mich schwungvoll ins Klo und danach ging es richtig los. Fieber, Schüttelfrost, nochmal kotzen, nichts ging mehr. Ich war sogar verzweifelt genug, meinen Exmann zu bitten, die Kinder abzuholen und zu mir zu bringen. Hat er dankenswerterweise und ohne Nachfragen gemacht, aber ich wüsste auch nicht, wie ich sie hätte abholen sollen. Allein aufzustehen und die Tür zu öffnen, hat mich alles an Energie gekostet. Das Nachmittagsprogramm für die Kinder war dann auch entsprechend unpädagogisch. Disneychannel und Waffeln mit Erdbeeren zum Abendessen. Johanna hat Erdbeeren aufgeschnitten, Waffeln gab es noch vom Vortag. Immerhin war Obst dabei. Kochen, aufräumen, sprechen… bei mir ging nichts mehr. Und die Kinder waren erstaunlich unkooperativ. Es hat ewig gedauert, sie ins Bett zu befördern und ich war einfach nur froh, als dann alle schliefen.</p>

<p><b>Thank God – Endlich wieder Schule</b><br />
Ich bin wirklich erleichtert, dass die Schule wieder angefangen hat. Nach dieser Hammer-Woche können wir alle ein bisschen mehr Alltag brauchen. Und wie gestaltet man den schöner? Indem man das Notwendige mit dem Besonderen verbindet. Gestern Abend musste ich mich aufraffen, um den Kids eine <a href="https://www.bearfoot.de" target="_blank">Vesperbox</a> für Schule und Kindergarten zu richten. Das ist nicht gerade meine Lieblingsdisziplin, vor allem, weil meine Rasselbande Brot verabscheut. Bestück mal jeden Tag eine Brotdose mit leckeren Snacks, die gesund, abwechslungsreich UND hübsch anzusehen sind. Ich hab endlich eine Lösung gefunden. <a href="https://www.bearfoot.de" target="_blank">Bento-Boxen</a>, die endlich mal so konzipiert sind, dass es wirklich viele Fächer gibt. Da kann ich viele unterschiedliche Kleinigkeiten unterbringen und der Praxistest hat schon gezeigt, dass die einzelnen Komponenten nicht durcheinandergewirbelt werden, wenn der Ranzen in die Ecke fliegt. Es sind manchmal wirklich die kleinen Dinge, die den Alltag leichter machen.</p>

<p>Und was mach ich jetzt, um wieder auf die Beine zu kommen? Ein bisschen piano wäre sicher mal hilfreich. Mich schafft ja schon die Treppe ins Kinderzimmer. Wollte vorhin das Fenster oben zumachen. Daraus wurde ein halbstündiger Aufenthalt auf dem Straßenteppich. Vielleicht bleibe ich einfach da und schlaf nochmal ne Runde bevor ich wirklich los muss, um die Kinder einzusammeln. Ich freu mich jetzt schon aufs Wochenende.</p>]]></content><author><name>Katja Narkprasert</name></author><category term="Gesundheit" /><category term="Trennung" /><category term="Alleinerziehend" /><category term="Kind &amp; Karriere" /><summary type="html"><![CDATA[Ich melde mich spät. Das lag daran, dass wir hier reihum die Kloschüssel umarmt haben. Zum Glück war Muddi wieder die Letzte, die umgefallen ist. Bis dahin galt es, trotz Ferien ziemlich viel zu arbeiten, in buchstäblich jede Menge Rollen zu schlüpfen und verdammt viel Wäsche zu waschen.]]></summary></entry><entry><title type="html">{::nomarkdown}Ravenmother: Wie pädagogisch korrekt können Working Moms sein? {:/}</title><link href="https://www.katjaskinderkram.de/ravenmother_kinder_krank_working_mom_medienzeit/" rel="alternate" type="text/html" title="{::nomarkdown}Ravenmother: Wie pädagogisch korrekt können Working Moms sein? {:/}" /><published>2024-01-30T08:00:00+00:00</published><updated>2024-01-30T08:00:00+00:00</updated><id>https://www.katjaskinderkram.de/ravenmother_kinder_krank_working_mom_medienzeit</id><content type="html" xml:base="https://www.katjaskinderkram.de/ravenmother_kinder_krank_working_mom_medienzeit/"><![CDATA[<p><strong>Mein Jüngster hustet dieser Tage immer mal wieder so, dass ich ihn nicht in den Kindergarten schicken mag. Die richtige Entscheidung, die mir trotzdem ein schlechtes Gewissen beschert. Denn in der Arbeit habe ich so viel zu tun, dass ich unmöglich auch krank machen kann. Wie viel exklusive Zeit braucht ein Vierjähriger wirklich für seine geistige und emotional gesunde Entwicklung?</strong></p>

<figure>
  <img src="../../../../../images/couchgucker.png" alt="" />
  <figcaption>Noch nicht mal so lang wie ne Armlehne und doch so viel mediale Ausdauer.</figcaption>
</figure>

<p>Alarm, es kommt ein Notruf an. Feuerwehrmann Sam ist unser Mann! Wiiiiuuuu, wiiihhhuuu, wiiiuuu. Fuck! Wie werde ich diesen Ohrwurm los? Und wisst ihr, wie mies der sich ins Hirn fressen kann, während man gerade versucht, den Kollegen die umfassende Jahresplanung im Marketing-Jour-Fix zu unterbreiten? Hatte ich heute. Schon wieder! Auch letzte Woche hatte ich Alex schon tageweise zu Hause weil er Abends in der Kurve hing wie ein Schluck Wasser.</p>

<p><b>Choreografie der Kinderkrankheiten</b><br />
Die Kindkrank-Choreografie ist bei uns allerdings immer die Gleiche. Was am Vorabend noch danach aussah, als würde sich da ein richtig übler Infekt breit machen, löst sich spätestens dann in Luft auf, wenn ich dem Kindergarten Bescheid gegeben habe, dass Alex daheim bleibt und das Essen abbestellt werden kann. Kaum habe ich das Gespräch beendet, steigt die Laune beim kleinen Patienten. „Hurra! Darf ich fernsehen?“</p>

<p><b>Ab wie vielen Stunden Fernsehen werden Kinder dumm?</b><br />
Die Antwort ist auch schon gut einstudiert: „Nein! Du kannst nicht davon ausgehen, den ganzen Tag in die Glotze gucken zu dürfen, nur weil die Mama arbeiten muss.“ Meistens schaffen wir es dann auch ganz gut über die ersten Stunden. Wir holen erstmal frische Brötchen vom Bäcker nachdem wir die Mädels in der Schule abgeliefert haben und Alex ist anschließend eine ganze Weile mit Essen beschäftigt. Er ist der klassische Buffet-Typ. Wenn ich ihm Nahrung in hübsch aufgeschnittenen Portionen serviere, knabbert er so lange mal hier und mal da bis alles weg ist. Das nutze ich zu meinem Vorteil und stelle ihm zum Beispiel Blaubeeren vor die Nase. Die isst er einzeln. Das dauert.</p>

<p><b>Sie war stets bemüht</b><br />
Im Anschluss schafft er es schon durchaus auch, sich eine Stunde allein zu beschäftigen. Doch dann ist auch Schicht im Schacht. Er kräht dann von der Treppe herunter, dass er sein ganzes Kinderzimmer durchgespielt hat und jetzt bitte endlich fernsehen will. Und an dieser Stelle beginnt der Kampf mit der Medienzeit. Kann ich ihn halb elf schon vorm Disney Channel parken? Da er mir die ganze Zeit ins Meeting quasselt und mir voll gerotzte Taschentücher auf die Tastatur legt, gebe ich nach. Also an den kleinen Zauberkasten. Hilft bei uns leider fantastisch. Es soll ja Kinder geben, denen Fernsehen nach einer gewissen Zeit langweilig wird. Meine gehören aber nicht zu diesen Exemplaren, Die würden vor der Glotze wohnen, wenn ich sie ließe.</p>

<p><b>Sorry Super-Moms</b><br />
Mach ich aber nicht. Zumindest sonst nicht. Aber das jetzt ist eine besondere Situation, die besondere Maßnahmen rechtfertigt. Also schaut Alex bis 12 Uhr. Durchgehend. Ab und zu holt er sich einen Tee und ich kann mein Meeting so zu Ende bringen, dass ich den Teilnehmern auch zuhören kann. Also Danke Fernseher. Zur Mittagspause koche ich mit Alex Nudeln mit Sahnesoße. Er kriegt einen Apfel dazu, damit ihm nicht auch noch die Zähne ausfallen, nachdem Feuerwehrmann Sam ihn mutmaßlich ein paar Gehirnzellen gekostet hat. Den braucht er auch, weil ich bis zum vorläufigen Feierabend nochmal zwei Calls habe und ihr kennt inzwischen den Weg, den ich wähle…</p>

<p>Warum ich das schreibe? Weils halt genau so abläuft. Bei mir und Millionen anderen arbeitenden Eltern. Und ich finde, dass es Zeit wird, das wir das voreinander auch einfach zugeben können. Das sind Ausnahmesituationen. Punkt. Und das Wort Ravenmother gibt’s übrigens überhaupt nicht. Wir Deutschen sind die Einzigen, die einen Begriff für schlechte Mütter haben. Kann man mal drüber nachdenken.</p>

<p>In dem Sinne. Ich geh Zwiebelsaft kochen. Oder zieh mir noch ne Folge Feuerwehrmann Sam rein.</p>]]></content><author><name>Katja Narkprasert</name></author><category term="Gesundheit" /><category term="Trennung" /><category term="Alleinerziehend" /><category term="Kind &amp; Karriere" /><summary type="html"><![CDATA[Mein Jüngster hustet dieser Tage immer mal wieder so, dass ich ihn nicht in den Kindergarten schicken mag. Die richtige Entscheidung, die mir trotzdem ein schlechtes Gewissen beschert. Denn in der Arbeit habe ich so viel zu tun, dass ich unmöglich auch krank machen kann. Wie viel exklusive Zeit braucht ein Vierjähriger wirklich für seine geistige und emotional gesunde Entwicklung?]]></summary></entry><entry><title type="html">{::nomarkdown}Auf ein Neues! Von guten Geistern und einem Silvester ohne kleine Scheißer {:/}</title><link href="https://www.katjaskinderkram.de/erstes_silvester_ohne_kinder/" rel="alternate" type="text/html" title="{::nomarkdown}Auf ein Neues! Von guten Geistern und einem Silvester ohne kleine Scheißer {:/}" /><published>2024-01-03T08:00:00+00:00</published><updated>2024-01-03T08:00:00+00:00</updated><id>https://www.katjaskinderkram.de/erstes_silvester_ohne_kinder</id><content type="html" xml:base="https://www.katjaskinderkram.de/erstes_silvester_ohne_kinder/"><![CDATA[<p><strong>Ho, Ho, Hol mich doch der Teufel! Denn dieser Typ scheint tatsächlich immer auf den größten Haufen zu scheißen. Was kann ich zum Jahresende noch gut brauchen? Genau! Eine Dachlawine, die meine Windschutzscheibe zerschmettert! Aber immerhin gibt es auch Gutes zu berichten.</strong></p>

<figure>
  <img src="../../../../../images/silvester2023.png" alt="" />
  <figcaption>Ich. Beim Richten des Raclette-Tisches. Und so :).</figcaption>
</figure>

<p>Erster Jahreswechsel ohne Kinder. Oh, hat sich das ungewohnt angefühlt. Immerhin hatte ich das seit acht Jahren nicht mehr. Und ich war auch sehr glücklich, sie am 1. Januar wieder in die Arme schließen zu können, wobei ich sagen muss, war auch ganz nett. Mit Freunden und Raclette.</p>

<p><b>Planlos durch die Nacht</b><br />
Und, was habt ihr Silvester so gemacht? So rum gestellt ist die Frage um einiges leichter zu beantworten, als im Vorfeld. Meine Silvester-Planung stand seit jeher immer erst wenige Tage vorm Ereignis fest. Dieses Jahr war es noch knapper. Am Tag vorher beschloss ich mit Freunden, Raclette bei mir zu machen und im Anschluss eventuell und bei entsprechender Laune noch weiterzuziehen. Das war erstmal ein bisschen kompliziert und weil alle Gäste zwar ebenfalls Eltern waren aber an diesem Abend auch die Kids beim jeweils anderen Elternteil hatten, auch in einem Anflug wehmütig, insgesamt aber muss ich sagen, dass das eine wirklich gute Idee war.</p>

<p><b>Pfännchen unterm Tännchen: Raclette mit Weihnachtsbaum</b><br />
Der Abend war schön. Ich hatte zumindest schon sehr viele sehr viel schlechtere Jahreswechsel. Unter anderem auch schon ganz allein oder trotz Kindern und Ehemann allein weil Ersterer kurz vor Mitternacht beschloss, schlafen zu gehen. Aber das will ich nicht mehr. Das nicht und viele weitere kleine und große Enttäuschungen will ich nicht mehr.</p>

<p><b>Fuck You Cancer</b><br />
Und wo ich grad schon dabei bin, meine mentale Gesundheit zu verbessern, hab ich gleich am 2. Januar zum Rundumschlag angesetzt. Dieses miese Hautkrebs-Dingens wurde gestern rausgeschnitten. Termin war 9.30 Uhr im Krankenhaus. Weil die Kinder noch Ferien haben, musste ich für diese Zeit meine Babysitterin anheuern und ich war verdammt froh, dass sie auch Zeit hatte. Da zu liegen und den Fuß vernäht zu bekommen, während ich meine Kinder zur Ruhe bringen soll, hatte ich wirklich oft genug. Zwar meist mit anderen Körperteilen aber immer extrem anstrengend. Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn ich sie brauchen könnte.</p>

<p><b>Humpeln statt Vollgas</b><br />
Jetzt tut mir zwar der Hax weh aber das Ding ist weg und wenn dann noch raus kommt, dass es sich mit dieser kleinen OP auch erledigt hat, kann ich doppelt aufatmen. Aufatmen. Durchatmen. Das würde ich gern öfter machen können. Aber ich finde, dass wir auf einem guten Weg sind.</p>

<p><b>Auf ein Neues, glückliches 2024</b><br />
2023 war ein verdammt herausforderndes aber insgesamt auch ein verdammt gutes Jahr. Ich habe endlich eine Wohnung für mich und die Kinder gefunden. Wir haben endlich Platz, Rückzugsmöglichkeiten, eine Badewanne und sogar einen Geschirrspüler! Mein Auto fährt wieder, ist offiziell mein erster eigener fahrbarer Untersatz und der Jobwechsel im Frühling war auch unheimlich wichtig. Ich habe tolle Menschen kennengelernt und alte Freundschaften wieder intensiviert. Ich bin mir ganz sicher, dass 2024 die Sonne scheint. Für mich, für uns, für euch. Frohes Neues!</p>]]></content><author><name>Katja Narkprasert</name></author><category term="Gesundheit" /><category term="Trennung" /><category term="Alleinerziehend" /><summary type="html"><![CDATA[Ho, Ho, Hol mich doch der Teufel! Denn dieser Typ scheint tatsächlich immer auf den größten Haufen zu scheißen. Was kann ich zum Jahresende noch gut brauchen? Genau! Eine Dachlawine, die meine Windschutzscheibe zerschmettert! Aber immerhin gibt es auch Gutes zu berichten.]]></summary></entry><entry><title type="html">{::nomarkdown}Liebe, Lawinen, Lichterketten: Oh du schöner Weihnachts-Wahnsinn {:/}</title><link href="https://www.katjaskinderkram.de/lawinen-lichterketten-liebe/" rel="alternate" type="text/html" title="{::nomarkdown}Liebe, Lawinen, Lichterketten: Oh du schöner Weihnachts-Wahnsinn {:/}" /><published>2023-12-20T08:00:00+00:00</published><updated>2023-12-20T08:00:00+00:00</updated><id>https://www.katjaskinderkram.de/lawinen-lichterketten-liebe</id><content type="html" xml:base="https://www.katjaskinderkram.de/lawinen-lichterketten-liebe/"><![CDATA[<p><strong>Ho, Ho, Hol mich doch der Teufel! Denn dieser Typ scheint tatsächlich immer auf den größten Haufen zu scheißen. Was kann ich zum Jahresende noch gut brauchen? Genau! Eine Dachlawine, die meine Windschutzscheibe zerschmettert! Aber immerhin gibt es auch Gutes zu berichten.</strong></p>

<figure>
  <img src="../../../../../images/dachlawine.png" alt="" />
  <figcaption>Zum ersten Mal seit acht Jahren eine Collage. Aber ich konnte mich nicht entscheiden. Denn neben Pech gehört auch einfach ganz viel Glück mit in dieses Bild.</figcaption>
</figure>

<p>Nach meinem letzten Beitrag ist viel passiert. Ich habe mir doch noch Winterstiefel gekauft und den Mädels direkt auch noch. Dank einer kleinen Bonuszahlung und guter Kalkulation in Sachen Weihnachtsgeschenke konnte ich diesen Punkt von meiner To-Do-Liste streichen. Die ist aber trotzdem noch ellenlang. Starten wir aber lieber mit den bereits erledigten Geschichten.</p>

<p><b>Die Dachlawine, das Auto und eine naive Frau</b><br />
Die Sache mit der Dachlawine. Am Nikolaustag hatte ich einen super Lauf in der Arbeit. Gedanken und Texte flossen nur so dahin. Das Beste, was einem kreativ arbeitenden Menschen so passieren kann. Alex war zum ersten Mal diese Woche in der Kita und alles hätte so wunderbar sein können, wenn mich nicht plötzlich ein polterndes Geräusch direkt über mir, unter dem Dach, stutzig gemacht hätte. „Oha!“, dachte ich noch. „Das klang ja hart nach Dachlawine!“ Zweiter Gedanke: „Ungünstig. Da unten steht mein Auto.“ Dritter Gedanke: „Ja, gut, das ist stabil. Da wird schon nix passiert sein.“</p>

<p><b>Unplanbare Ereignisse: Spontanität, Organisation und Freunde sind alles</b><br />
Long Story short: Doch. Da war was passiert. Ich stell hier mal das Bild dazu ein, das mir wirklich für zwei Minütchen die Tränen in die Augen trieb. „Fuck! Doch nicht auch noch das jetzt!?“ Innerhalb kürzester Zeit telefonierte ich Vermieter, Versicherung und Freunde ab und in einer Zeitspanne von nicht einmal einer Stunde waren im Grunde genommen alle Fakten geklärt. Versicherung zahlt nicht weil ich keine Kasko habe und meine Haftpflicht nicht greift. Die Gebäudeversicherung vom Vermieter ist eine Option, alle Kinder werden im Nachbarort von Freunden eingesammelt und zu mir chauffiert. Damit mein Auto innen nicht nass wird (der Eisblock ist straight durch die Scheibe, da lagen Scherben auf den Vordersitzen), konnte ich ein armes Auto in der Glaserei unterstellen, einen Leihwagen hab ich so bekommen, der reguläre Preis für den Scheibenwechsel läge bei um die 1000 Euro. Musste gemacht werden, weil ich auf meine Karre wirklich angewiesen bin. Joar. Jetzt fahre ich mit nagelneuer Frontscheibe und ein bisschen ärmer durch die Gegend.</p>

<p><b>Eine Tür flog auf, wie zum freundlichen Gruße</b><br />
Doof ist, dass das nicht die einzige Baustelle an meinem Passat ist. Er ist empfindlich, was Frost angeht. Rutscht das Quecksilber nur ein paar Grad unter Null, schließt die Fahrertür nicht mehr und schwingt während der Fahrt fröhlich auf. Ich bin währenddessen eher panisch als fröhlich. Das ist saugefährlich. Also fahre ich, den linken Arm angewinkelt wie ein Chicken Wing und die Tür fest an mich heranziehend, die Kids morgens in Schule und Kindergarten. Hab ja noch einen Arm. Zum Schalten, Blinken und Lenken. Und wenn das Auto erstmal warm geworden ist, geht’s meistens wieder mit der Tür. Ich sollte dringend in die Werkstatt damit. Andererseits sind jetzt aber auch eh bald Weihnachtsferien und dann bleiben wir einfach alle zu Hause.</p>

<p><b>Oh heilige Macarena</b><br />
Deshalb habe ich mich für Weihnachtsbaum statt Wartung entschieden. Die Kinder haben ein über zwei Meter hohes Exemplar ausgesucht und was soll ich sagen? Er ist wunder wunderschön. Er wurde von den Kids und ihren Freunden liebevoll dekoriert und im Anschluss haben sie darunter Macarena getanzt. Wird vielleicht ne neue Weihnachtstradition. Mal gucken. Apropos Tradition und Weihnachten: Wenn es mich rappelt, berichte ich hier auch gerne noch von der Umsetzung unseres ersten Weihnachtsfestes mit getrenntlebenden Eltern. Da steht zumindest die Planung. Und die ist… sagen wir ambitioniert. Aber dazu beim nächsten Mal mehr.</p>]]></content><author><name>Katja Narkprasert</name></author><category term="Weihnachten" /><category term="Finanzen" /><category term="Trennung" /><category term="Alleinerziehend" /><summary type="html"><![CDATA[Ho, Ho, Hol mich doch der Teufel! Denn dieser Typ scheint tatsächlich immer auf den größten Haufen zu scheißen. Was kann ich zum Jahresende noch gut brauchen? Genau! Eine Dachlawine, die meine Windschutzscheibe zerschmettert! Aber immerhin gibt es auch Gutes zu berichten.]]></summary></entry><entry><title type="html">{::nomarkdown}Muddis Money: Von den Geldsorgen Alleinerziehender {:/}</title><link href="https://www.katjaskinderkram.de/muddis-money-finanzen-geldsorgen-alleinerziehende/" rel="alternate" type="text/html" title="{::nomarkdown}Muddis Money: Von den Geldsorgen Alleinerziehender {:/}" /><published>2023-11-28T08:00:00+00:00</published><updated>2023-11-28T08:00:00+00:00</updated><id>https://www.katjaskinderkram.de/muddis-money-finanzen-geldsorgen-alleinerziehende</id><content type="html" xml:base="https://www.katjaskinderkram.de/muddis-money-finanzen-geldsorgen-alleinerziehende/"><![CDATA[<p><strong>Fuck! Wie soll ich die Tablets für die Schule bezahlen? Oder Weihnachtsgeschenke? Die Rechnung der Autowerkstatt für den Service oder die kaputte Waschmaschine? Ich habe so oft davon gelesen und Geschichten darüber gehört, wie scheiß schwer es für Alleinerziehende ist, ihren Lebensunterhalt zu finanzieren aber erst jetzt merke ich, wie prekär die Situation wirklich ist. Hier ein Lagebericht:</strong></p>

<figure>
  <img src="../../../../../images/ohnekueche.png" alt="" />
  <figcaption>Der Anblick von Baustellen hinterlässt bei mir inzwischen nur noch Bauchschmerzen. Zum Glück ist diese hier wirklich nur temporär.</figcaption>
</figure>

<p>Ich verdiene nicht schlecht. Klar könnte es immer mehr sein, aber es könnte auch wesentlich schlechter sein. 30 Stunden Job mit viel Verantwortung, dazu drei Kinder mit noch viel mehr Verantwortung und obendrauf ein Haushalt, den ich selbstverständlich auch allein manage. So. Alles so weit in Ordnung. Das bekomme ich hin. Was mich allerdings wirklich an den Rand der Verzweiflung treibt, ist die Sache mit der Kohle. Denn die reicht einfach nicht. Dieser Monat hat mich tief ins Minus gestürzt und ich frage mich, wo ich noch weitere Abstriche machen kann, um diese Flut an Rechnungen zu begleichen.</p>

<p><b>Im Schneesturm aus schönen weißen Rechnungs-Flocken</b><br />
Ich fühl mich, als stünde ich in einem Schneegestöber. Doch die Flocken sind Papiere mit Zahlungsaufforderungen. Über 160 Euro Strom, 70 Euro GEZ, 220 Euro Kindergarten, 160 Euro für die Mensa der Mädels, vierstellige Miete, 300 Euro Service und Winterreifen, mehrere hundert Euro Auslagen für Geschäftsreisen, neue Versicherung fürs Auto und dazwischen ganz viel „Mammaaaaa, kann ich das bitte haben? Büttttäääähhhh!“</p>

<p><b>Eigentlich tabu: Die Konten der Kinder</b><br />
Gut, die Auslagen bekomme ich natürlich erstattet aber das Loch, dass dieser Betrag in meine monatliche Budgetplanung reißt, ist trotzdem gigantisch. Im November bin ich ordentlich ins Minus gerutscht. So sehr, dass ich mir Geld von den Konten der Kinder leihen musste. Das bekommen sie bis Mitte 2024 zurück. Meine Zahlungsziele halte ich. Die Frage ist nur, zu welchem Preis. Ich habe keine Winterstiefel und werde mir dieses Jahr voraussichtlich auch keine kaufen. Keine Kohle. Jedenfalls nicht, wenn es noch ordentliche Weihnachtsgeschenke für die Kids werden sollen. Aber ich habe Wollsocken. Die machen schon einiges aus.</p>

<p><b>Lieber fluchen, als finanzieren</b><br />
Für die Waschmaschinenreparatur kam ein Servicetechniker nicht in Frage. Den habe ich einmal vor Jahren in Anspruch genommen und musste 120 Euro dafür bezahlen, dass er eine Babysocke aus der Laugenpumpe gefischt hat. Also lag ich erstmal fluchend allein unter dem Ding, während sich die Wäsche auf und neben der Maschine stapelte. Den Fehler fand ich schnell aber bei mir haperte es schon daran, dass ich allein den Trockner gar nicht von der Waschmaschine heben kann. Ein Freund hat mich dann gerettet. Der hat nicht nur den Trockner mit mir runter gehievt, sondern auch die Waschmaschine unter Zuhilfenahme diverser Flüche wieder zum Laufen gebracht. Dieses Mal war übrigens MEINE Socke der Übeltäter.  Und seit vier Tagen spüre ich mit jeder Umdrehung der Trommel tiefe Dankbarkeit dafür, dass ich mich nicht noch weiter ins Verderben stürzen musste.</p>

<p><b>Sitzt, passt, wackelt und hat Luft: Provisorien sind mein Alltag</b><br />
Das Auto ist auch so ein Kostenpunkt, den ich deutlich unterschätzt habe. Ich bin zwar 39 aber es ist das Erste, das auf mich angemeldet ist. Und ein Diesel noch dazu. Das macht die Versicherung ziemlich teuer. Dazu natürlich Wartung und Sprit. Das Bremslicht, das nur noch an einem Kabel aus der Verankerung hing, muss deshalb jetzt mit Panzer-Tape halten. Am Ende kriege ich schon immer alles hin und die Kinder haben alles, was sie brauchen. Unternehmungen, Kleider, Essen. Da schaue ich natürlich auch mit Maß und Plan auf die Kosten. Sie dürfen ruhig auch lernen, dass das Geld nicht auf Bäumen wächst. Einmal im Monat gehen wir zu ihrem Lieblings-Asiaten zum Mittagsbuffet zum Essen. Ich zahle für die Mädels. Alex isst mit unter 4 Jahren noch kostenlos. Im Januar ist also Schluss mit diesem Luxus. Da hat er Geburtstag. Ich sitze generell nur dabei und mach den Tischservice indem ich Frühlingsröllchen-Nachschub ran schaffe. Selbst mitzuessen, ist nicht drin. Ich mach mir dann später zu Hause ein Brot.</p>

<p><b>Ein Nichts ist gerade genug für mich</b><br />
Überhaupt versuche ich zu sparen, wo es nur geht. Ich habe keine Hobbys, bin in keinem Verein, habe außer dem Abo für die Glotze kein weiteres und mache auch sonst wenig für mich. Und ich finde, dass genau darin auch die größte Ungerechtigkeit liegt. Wenn man sich fast alles verkneift, soviel arbeitet, wie es nur irgendwie möglich ist und es am Ende dann trotzdem nicht reicht. Nicht mal für eine Waschmaschinenreparatur.</p>

<p><b>Und dann brauchen die auch noch Tablets!</b><br />
Die Rolle des Vaters in dieser Misere will ich hier aus juristischen Gründen nicht näher thematisieren aber sagen wir mal so: Als ich ihn bat, mich bei der Finanzierung des von der Schule geforderten Tablets (die Kinder sollen zum Teil ihre Hausaufgaben damit erledigen) zu unterstützen, sah seine Unterstützung so aus, dass er mir zwei Links mit Kaufempfehlungen schickte. Einen davon für ein iPad für knapp über 1000 Euro, was ziemlich deutlich zeigt, wie unterschiedlich unsere Relation zu Finanzfragen ist. Was für den einen zumindest in der Theorie machbar wäre, ist für den anderen völlig utopisch. Aber ich sage mal nicht, wer hier wer ist. Und klar ist auch, dass ich das alleine kaufen soll. Ne?</p>

<p><b>Und täglich grüßt das Murmel-Baustellen-Tier</b><br />
Was steht noch an? Genau! Ich lebe schon wieder auf einer Baustelle! Ich habe diese Woche keine Küche, was verdammt nochmal unkomfortabel ist. Dahinter steckt etwas Gutes. Ich bekomme nämlich eine Neue vom Vermieter eingebaut, und zwar endlich mit einem Gefrierfach (Hurra!) UND einer Spülmaschine (doppelt Hurra!). Aber dieser Umstand stellt mich tatsächlich schon wieder vor Problem Nummer 1: Essen ranzuschaffen, ist, ohne selbst kochen zu können, schon wieder ein teurer Spaß. Und auch der Anblick der Baustelle wirft mich schon wieder zurück. Ich bin einfach durch mit dreckigen Stiefeln in meiner Bude, mit lauten Bohrmaschinen, Dreck überall und mit Döner. Sorry. Aber mit dem Baustellen-Döner bin ich auch durch. Immerhin haben die Kinder an dieser Stelle noch Kapazitäten. „Endlich wieder Döner“, haben die sich gefreut! Und darum geht’s am Ende ja. Ist die Brut happy, ist es die Muddi auch. Happy und hungrig. Aber auch da wird sich eine Lösung finden. Irgendwann.</p>]]></content><author><name>Katja Narkprasert</name></author><category term="Familienleben" /><category term="Finanzen" /><category term="Trennung" /><category term="Alleinerziehend" /><summary type="html"><![CDATA[Fuck! Wie soll ich die Tablets für die Schule bezahlen? Oder Weihnachtsgeschenke? Die Rechnung der Autowerkstatt für den Service oder die kaputte Waschmaschine? Ich habe so oft davon gelesen und Geschichten darüber gehört, wie scheiß schwer es für Alleinerziehende ist, ihren Lebensunterhalt zu finanzieren aber erst jetzt merke ich, wie prekär die Situation wirklich ist. Hier ein Lagebericht:]]></summary></entry></feed>